Überblick
Dieser Artikel erklärt, wie Sie die Lieferantendaten für die ESG-Risikoanalyse prüfen und bekannte Rechtsverletzungen vorab dokumentieren.
Dies ist Schritt 1 von 4. Weiter geht es mit (2/4) Durchführung der Risikoanalyse.
Hinweis: Tabellenansichten, Bewertungsvorlagen, Lieferanteneigenschaften (z. B. ISIC-Code, Vorkenntnisse) und Score-Grenzen werden pro Kunde konfiguriert. Die hier genannten Namen und Grenzwerte beschreiben die Standard-Konfiguration von Tacto – Ihre Konfiguration kann abweichen.
Eine sorgfältige Vorbereitung der Lieferantendaten ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Risikoanalyse. Sie prüfen die Stammdaten Ihrer Lieferanten – vor allem Land und Branchenzuordnung (ISIC-Code) – und passen sie bei Bedarf an. Außerdem dokumentieren Sie bekannte Rechtsverletzungen als Grundlage für Abhilfemaßnahmen.
Voraussetzungen
Das ESG-Modul ist für Ihre Organisation eingerichtet und Sie haben die Berechtigung, Bewertungen zu erstellen und Lieferanten zu bearbeiten.
So funktioniert es
1. Daten prüfen
In der Tabellenansicht „Übersicht“ sehen Sie je Lieferant: Name, Land, ISIC-Code, Risikostatus, ESG-Fortschritt, Einkaufsvolumen und Warengruppe.
Der ISIC-Code (International Standard Industrial Classification der Vereinten Nationen) ordnet den Lieferanten einem Wirtschaftszweig zu. Er wird anhand der Warengruppe des Lieferanten vergeben.
Aus ISIC-Code und Land wird automatisch ein abstrakter Risikoscore berechnet.
Score ≥ 80: geringes Risiko, der ESG-Fortschritt wird auf „Bearbeitung abgeschlossen“ gesetzt.
Score < 80: mittleres Risiko, < 60: hohes Risiko. Der Fortschritt steht dann auf „In Bearbeitung“, weil eine konkrete Risikoanalyse nötig ist.
Prüfen Sie zuerst Land und Branchenzuordnung. Stimmen beide, dokumentieren Sie im nächsten Schritt Ihre Vorkenntnisse.
1a. Land oder ISIC-Code ändern
1. Lieferantenprofil öffnen: Suchen Sie den Lieferanten in der Tabellenansicht „Übersicht“ und öffnen Sie sein Profil.
2. Bewertung erstellen: Wechseln Sie in den Reiter Bewertungen, klicken Sie auf Neue Bewertung erstellen und wählen Sie die Vorlage „ESG Risikoanalyse – Mitigationsfaktoren & Angemessenheit“.
3. Ersten Abschnitt prüfen: Hier sehen Sie Land, ISIC-Code und den daraus resultierenden abstrakten Risikoscore.
4. Land ändern: Klicken Sie auf das Land und wählen Sie das zutreffende Land aus. Ist ein Lieferant in zwei Ländern tätig, wählen Sie das repräsentativere.
5. ISIC-Code ändern: Klicken Sie auf den ISIC-Code und wählen Sie die passenden Codes aus. Sie können bis zu zehn Branchen auswählen.
6. Automatische Aktualisierung: Der abstrakte Risikoscore wird anhand der neuen Daten automatisch neu berechnet.
7. Bewertung abschließen: Füllen Sie die Bewertung nicht weiter aus, sondern klicken Sie direkt auf Abschließen. In der Standard-Konfiguration werden Land und ISIC-Code dabei in die Lieferanteneigenschaften übernommen, und die Tabellenansicht „Übersicht“ zeigt die aktualisierte Risikoeinstufung.
2. Vorkenntnisse eintragen
Ist Ihnen eine Rechtsverletzung eines Lieferanten bekannt, dokumentieren Sie diese vor der Risikoanalyse. Solche Fälle erfordern Abhilfemaßnahmen.
1. Lieferantenprofil öffnen: Öffnen Sie das Profil des betroffenen Lieferanten.
2. Ansicht „ESG“ öffnen: Wechseln Sie im Lieferantenprofil in die Ansicht „ESG“ und scrollen Sie zum Abschnitt „Vorkenntnisse“.
3. Vorkenntnisse bearbeiten: Klicken Sie unten rechts auf Bearbeiten und füllen Sie die Felder aus:
Erstes Feld: „Bekannte Rechtsverletzung“
Typ der Rechtsverletzung: passenden Typ aus der Liste wählen
Kommentar: alle relevanten Details und Begründungen. Diese Angaben nutzen Sie später für Abhilfemaßnahmen und Dokumentation.
4. Speichern: Klicken Sie auf Speichern.
5. Weiteres Vorgehen: Der Lieferant erscheint in der Tabellenansicht „Verdächtige Lieferanten“ mit dem Risikostatus „Red Flag“. Leiten Sie nun die erforderlichen Abhilfemaßnahmen ein.
