Überblick
Die Kennzahlenanalyse gibt Ihnen einen Überblick über Ihr Einkaufsvolumen, Ihre Konditionen, die Lieferperformance und die Struktur Ihres Portfolios.
Tab „Übersicht"
Kennzahlen (oberhalb der Grafik) – abhängig vom gewählten Datentyp:
Bestellungen: Bestellvolumen, Kontraktsabdeckung, Termintreue, Lieferzeit
Rechnungen: Rechnungsvolumen, Aktive Warengruppen, Aktive Lieferanten, Aktive Artikel
Wareneingänge: Wareneingangsvolumen, Anzahl Wareneingänge, Pünktlich, Zu früh oder verspätet
Zu jeder Kennzahl wird der Vorjahreswert und die relative Veränderung angezeigt.
Kennzahlen in der Grafik:
Allgemein: Volumen (z. B. Bestell- oder Rechnungsvolumen), Menge
Konditionen: Skontopotential, Netto Zahlungsziel, Kontraktsabdeckung
Lieferperformance: Termintreue, Mengentreue, Lieferzeit, Obligo
Portfolio: Anzahl Bestellpositionen, Anzahl Transaktionen (z. B. Bestellungen), Anzahl Lieferanten, Anzahl Warengruppen, Anzahl Artikel
Einige Kennzahlen (z. B. Obligo) stehen nur für Bestellungen zur Verfügung und sind bei anderen Datentypen ausgegraut.
Top 10 Warengruppen, Lieferanten und Artikel (unterhalb der Grafik): richten sich nach der gewählten Kennzahl.
Typische Anwendungsfälle:
Einkaufsvolumen-Entwicklung: Wie hat sich das Einkaufsvolumen über einen bestimmten Zeitraum entwickelt?
Aktive Artikel: Hat sich die Anzahl der aktiven Artikel und damit die Komplexität erhöht oder verringert?
Aktive Lieferanten: Hat sich die Anzahl der aktiven Lieferanten erhöht oder verringert – gibt es Potenziale zur Lieferantenkonsolidierung?
Top-Lieferanten für Top-Warengruppen: Welche sind die Hauptlieferanten in den wichtigsten Warengruppen?
Top-Warengruppen der Top-Lieferanten: Welche Warengruppen werden von den wichtigsten Lieferanten beliefert?
Top-Artikel in Top-Warengruppen: Welche sind die Top-Artikel in den wichtigsten Warengruppen und von welchen Lieferanten werden sie geliefert?
Tab „Warengruppen"
Warengruppenbasierte Analysen: Entwicklung des Warengruppenportfolios, Vergleiche ausgewählter Warengruppen und Einzelanalysen.
Typische Anwendungsfälle:
Top-Warengruppen: Welche Warengruppen sind von großer Bedeutung, und hat sich ihre Gewichtung (nach Einkaufsvolumen) erhöht oder verringert?
Warengruppenstruktur: Wie viele Artikel und aktive Lieferanten enthält eine Warengruppe? Sollten große Warengruppen aufgebrochen oder kleine zusammengelegt werden?
Warengruppenanalyse: Welche Warengruppen haben ein hohes Einkaufsvolumen sowie viele Artikel und Lieferanten? Per Rechtsklick öffnen Sie das Warengruppenprofil oder die zugrunde liegenden Transaktionen.
Warengruppenverantwortung: Passt die Aufteilung von Einkäufern auf Warengruppen zur Warengruppenstrategie?
Abhängigkeiten & Risiken: Sind wichtige Warengruppen stark von einzelnen Lieferanten abhängig, oder werden sie überwiegend aus risikobehafteten Ländern bezogen?
Tab „Lieferanten"
Lieferantenbasierte Analysen: Analyse des Lieferantenportfolios, Vergleiche ausgewählter Lieferanten und Einzelanalysen, z. B. vor einer Lieferantenverhandlung.
Typische Anwendungsfälle:
Top-Lieferanten: aktuelle Top-Lieferanten (ggf. nach Warengruppen) und deren Entwicklung nach Einkaufsvolumen
Abhängigkeit von Lieferanten: Welche Lieferanten liefern besonders viele verschiedene Artikel bei hohem Einkaufsvolumen?
Lieferantenverhandlung: Analyse der Bestellentwicklung (Einkaufsvolumen, Bestellhäufigkeit, Anzahl und Aufteilung der Artikel) – hat die Bedeutung des Lieferanten in bestimmten Warengruppen zu- oder abgenommen?
Bestellhäufigkeit/-optimierung: Passen Entwicklung von Einkaufsvolumen und Anzahl der Bestellungen zusammen?
Aufteilung auf Einkäufer: Wird ein Lieferant bestenfalls von nur einer Person verantwortet?
Lieferantenkonsolidierung: Bei welchen Lieferanten wurden kaum Bestellungen platziert, und könnten diese auch von anderen Lieferanten übernommen werden?
Konzernvolumen: Wie hoch ist das gesamte Einkaufsvolumen eines Konzerns über alle verknüpften Gesellschaften und Duplikate hinweg? Nutzen Sie dazu den Filter „Lieferantenstruktur".
Warengruppenstrategie: Wie viele Warengruppen bedient ein Lieferant?
Zahlungsbedingungen & Incoterms: Welche Konditionen sind bei welchen Lieferanten hinterlegt, und sind diese passend?
Tab „Artikel"
Artikelbasierte Analysen: Entwicklung des Artikelportfolios, Vergleiche ausgewählter Artikel und Einzelanalysen, z. B. ob eine Lieferantenkonsolidierung möglich ist.
Typische Anwendungsfälle:
Top-Artikel: Welche sind die Top-Artikel, und wie haben sie sich nach Einkaufsvolumen und Menge entwickelt?
Single Sourcing: Welche Artikel wurden in den letzten Jahren nur von einem Lieferanten beliefert?
Aufteilung auf Einkäufer: Wurden Artikel von mehr als einer Person bestellt? Das kann ein Indiz für suboptimale oder inkonstante Preise sein.
Länderrisiken: Welche wichtigen Artikel werden aus risikobehafteten Ländern bezogen, und wie viele Lieferanten liefern diese Artikel?
Aufteilung auf Werke: Welche Artikel werden in mehreren Werken bezogen, und sind die Preise identisch bzw. lassen sich Differenzen erklären?
Zahlungsbedingungen & Incoterms: Liegen mehrere Konditionen durch mehrere Lieferanten vor, und wurden diese in die Vergabeentscheidung einbezogen?
Bestellbündelung: Wurden manche Artikel überproportional häufig bestellt? Könnten Mengen gebündelt werden?
Menü „Weitere Merkmale"
Analysen entlang zusätzlicher Merkmale, u. a. Einkäufer, Werke, Länder, Buchungskreise, Einkaufsorganisationen, Bestelltexte, Transaktionswährungen, Zahlungsbedingungen, Incoterms, Bestellarten, Lieferanten-Artikelnummern, Artikeleinheiten, Termin- und Mengenstatus sowie Artikeleigenschaften. Welche Merkmale angezeigt werden, hängt vom gewählten Datentyp und Ihren Daten ab.
Typische Anwendungsfälle:
Einkäufer: Ist das verantwortete Einkaufsvolumen sinnvoll aufgeteilt? Hängt zu viel Verhandlungsaufwand von einzelnen Personen ab? Überschneiden sich Warengruppen zwischen Einkäufern?
Werke: Werden bestimmte Werke überproportional beliefert? Gibt es Potenzial für bessere Verteilung oder Bündelung?
Länder: Sind wichtige Artikel auf risikobehaftete Länder konzentriert?
Buchungskreis: Wie verteilen sich Kosten innerhalb der Organisation?
Einkaufsorganisation: Bewertung der Beschaffungsleistung je Einkaufsorganisation
Bestelltexte: Besteht Standardisierungsbedarf bei Beschreibungen?
Transaktionswährungen: Besteht ein Klumpenrisiko durch Abhängigkeit von einzelnen Währungen?
Häufige Fragen
Wie ist der Obligo definiert – und was ist bei der Auswertung zu beachten?
Definition: Summe aller Bestellungen, die bestellt, aber noch nicht geliefert wurden – jeweils zum Ende der betrachteten Periode.
Bei einer Auswertung über einen längeren Zeitraum beginnt die Darstellung mit dem aufsummierten offenen Betrag seit der ersten in Tacto erfassten Bestellung. Dieser Startwert ist für ein periodengenaues Reporting nur eingeschränkt aussagekräftig – betrachten Sie für ein periodengenaues Bild einzelne Perioden.
Liegen mehr Bestelldaten als Wareneingangsdaten vor, kann der offene Betrag zu hoch ausgewiesen werden.
Dienstleistungsbestellungen, die je nach ERP-System nicht als Wareneingang gebucht werden, bleiben dauerhaft im offenen Betrag enthalten.
Was zeigt die Kennzahl „Menge"?
Menge = Summe der bestellten Mengen in der Basismengeneinheit des jeweiligen Artikels. Beispiel: 3.500.000 Schrauben werden als 3.500.000 angezeigt, unter „Anzahl Artikel" jedoch nur als „1" gezählt.
Sinnvoll hauptsächlich auf Artikelebene.
Achtung: Werden Artikel mit unterschiedlichen Basiseinheiten (z. B. Stück + kg) zusammengefasst, etwa auf Warengruppenebene, werden die Werte summiert, was zu Verzerrungen führen kann. Nutzen Sie bei Bedarf die Unterteilung nach „Artikeleinheit".
