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Datenbereinigung für Transaktionsdaten

Hier erfahren Sie, wie Sie Transaktionsdaten mit Filterregeln und Labels für verlässliche Analytics-Auswertungen bereinigen.

Überblick

Mit der Datenbereinigung können Sie Transaktionsdaten gezielt für Analytics bereinigen, um verlässliche Preisentwicklungen und KPIs zu erhalten – ohne Daten aus dem System zu entfernen. Die Funktion bildet eine zentrale, wiederverwendbare Grundlage für Analytics anstelle manueller Ausschlussfilter in einzelnen Ansichten.

Die Datenbereinigung besteht aus zwei Bausteinen: zentralen Filterregeln und der Kennzeichnung einzelner Transaktionen über vordefinierte Labels.

Das bedeutet konkret:

  • Zuverlässigere Ergebnisse: Preisentwicklungen und KPIs basieren auf relevanten Transaktionen.

  • Keine Datenverluste: Alle Transaktionen bleiben vollständig erhalten und einsehbar.

  • Zentrale Logik: Regeln werden einmal definiert und gelten konsistent für alle Auswertungen.

1. Filterregeln

Sie legen fest, welche Transaktionen ausgeschlossen werden, z. B. nach Lieferant, Warengruppe, Artikel oder Label. Es gibt zwei getrennte Filterregeln:

  • Kennzahlenanalyse (gilt auch für Lieferberichte)

  • Preisentwicklung (gilt auch für Währungsberichte)

Eine Vorschau zeigt, wie viele Transaktionen durch die Regel ausgeschlossen werden. Ausgeschlossene Daten bleiben im System verfügbar und können jederzeit wieder einbezogen werden.

2. Kennzeichnung einzelner Transaktionen (Labels)

Einzelne Bestellungen und Rechnungen lassen sich in den Transaktionstabellen über die Aktion „Labels vergeben" kennzeichnen:

  • Muster: Transaktion weicht aufgrund von Musterkosten vom regulären Preis ab

  • Gutschrift: z. B. bei Retouren oder Qualitätsproblemen

  • Fehler: Buchungsfehler, der nicht mehr korrigiert werden kann

  • Hochlauf/Anlauf: Transaktion ist durch Ramp-up- oder Launch-Phase beeinflusst

  • Storno: Transaktion wurde storniert

Diese Labels lassen sich anschließend in den Filterregeln oder als Filter in Analytics gezielt ein- oder ausschließen.

3. Anwendung in Analytics

Die Filterregeln können standardmäßig in Analytics angewendet werden. Über den Schalter „Datenbereinigung aktiv" im Datentyp-Menü schalten Sie sie bei Bedarf temporär aus. Dieser Zustand lässt sich auch in einer individuellen Ansicht speichern.

Typische Anwendungsfälle

  • Ausschluss von Sammelartikeln: vermeidet verfälschte Preisentwicklungen, während das Einkaufsvolumen wie gewohnt in der Kennzahlenanalyse verfügbar bleibt.

  • Ausschluss von Transaktionen mit Labeln: Datenfehler, die nicht mehr rückwirkend im ERP-System korrigiert werden können, bereinigen Sie über die Labeling-Funktion in Kombination mit einem Ausschluss in den Filterregeln.

  • Ausschluss von indirektem Spend: Für viele Analysen nicht relevant und daher standardmäßig ausschließbar.

Einstellungen zur Datenbereinigung

  1. Öffnen Sie die Einstellungen in der linken Navigation.

  2. Navigieren Sie unter „Tools" zu „Analytics".

  3. Aktivieren Sie im Abschnitt „Datenbereinigung" die Option „Datenbereinigungsfilter für Auswertungen standardmäßig anwenden" und definieren Sie die Filterregeln für Kennzahlenanalyse und Preisentwicklung.

Berechtigungen & Zugriff

  • Filterregeln: können von Nutzern mit Berechtigung zur Bearbeitung der Organisationseinstellungen verwaltet werden (standardmäßig Admins und Key User).

  • Labels vergeben: erfordert die Berechtigung „Analytics-Datenbereinigung verwalten" (standardmäßig Admins und Key User; kann weiteren Gruppen zugewiesen werden).

  • Alle anderen Nutzer: nutzen die zentral definierte Analytics-Logik.

Bekannte Einschränkungen

  • Die Filterregeln gelten einheitlich für alle Nutzer der Organisation. Eine Einschränkung auf einzelne Nutzer ist nicht möglich.

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